Dienstag, 6. September 2011

Der Drops ist gelutscht...

Oder: Die Tuete ist leer


ganz anders das Kreditkarten-Konto... aua-ha...

Nach letztem amerikanischem Fruehstueck im Acedemy-Hotel wurden die Koffer und Taschen ein letztes Mal gepackt und nach dem Online Check-In gings auch schon los zum letzten Ziel unseres Urlaubs, in den Garden of the Gods... woher er seinen Namen hat? Von zwei Landvermessern... einer von ihnen meinte, es waere doch ein toller Platz fuer einen Biergarten... woraufhin der andere meinte: „Biergarten? Aber einer für die Götter! Nennen wir es Garden of the Gods“
Einen Biergarten gabs wohl nie, aber der Name blieb...
Leider war es hier total voll, selbst so frueh am Morgen... es war noch nicht mal 10...
Und da wir auch schon soviele rote Felsen gesehen haben, war's auch nicht mehr ganz so spannend...
Wir sind schnell durch gelaufen, mit kleinen Fotostopps und nach Beendigung des Loops auch schon wieder raus und weiter auf der I25 Richtung Norden.

Da aber noch soviel Zeit bis zum Abflug war, sind wir nochmal nach Denver rein... einfach nur so... und irgendwann mit Ziel des Coors-Fields... aber da fand irgendein Event statt und somit konnten wir nur auf den Parkplatz, denen dort verklickern, dass wir ja eigentlich gar nix wollen und dann wieder raus... und ueber die Colfax Ave Richtung Osten... Unspannend war's nicht, aber auch nicht grad sehr schoen... es wurde dann doch sehr hispanic-stylish und schmuddelig mit einigen Containervierteln am Ortsausgang... hmpf... super letzter Eindruck von Denver ;o)
Colfax Ave
Um halb 3 wurde unser Jeep returned (mit 2142 gefahrenen Meilen) und wir mit dem Shuttlebus zum Airport gefahren... da der Busdriver Lufthansa nicht erwaehnte, weil er es vielleicht nicht aussprechen konnte... naja... die anderen Airlines konnte er auch nicht wirklich... sind wir erstmal am West-Terminal vorbeigefahren und am East-Terminal ausgestiegen und dann kreuz die quer durchs Terminal zum Baggage Check-In gelatscht, wo die Online-Check-In line seeeeehr kurz war *jackpott* und uns der Check-In Mensch aber dann doch nochmal komplett eincheckte... hmmm... war wohl nicht sein Tag... uns aber egal, weil wir hatten ja eh Zeit und hinter uns war niemand :o)
Also sind wir dann nochmal ohne Baggage durchs Terminal spaziert, gross isses ja nich, aber dafuer umso uebersichtlicher und schoener als Frankfurt...
Capt Jepp von hinten... der hatte seine Schuhe noch an...
und dann gabs beim Panda-Express noch bissi Happa fassen, wer weiss, wann es was oben gibt und ob's ueberhaupt gut ist...

Den Security-Check haben wir ohne Piepsen und ohne Schuh am Fuss ueberstanden... und dann sassen wir auch schon im Flieger *schwub*
Boeing 747-400 - mit putzig-schattigem "Nasenring"
Losgerollt sind wir ueber-puenktlich um 6.04 von A43.
Abgehoben wurde von rwy17L Richtung Sueden... vorher wurden noch kleine Haeschen aus den Loechern gejagd... sehr suess :o)

Was ist zum Flug zu sagen??
Nicht viel mehr als zum Hinflug... es war eng und das Essen nicht sonderlich gut... aber immerhin ein wenig besser... Filme hab ich beide nicht gucken wollen... Getraenke gabs kaum, dafuer wurden wir aber schon kurz nach dem ersten Essen vom Hintermann daraufhin gewiesen, dass er ja auch noch da waere... weil wir uns das bischen Luxus des Sitzlehnezurueckstellen erlaubt haben... man muss ja nicht immer so egoistisch sein! meinte er...
Muss man nicht, kann man aber, man hat's ja bezahlt... und wenn er mehr Platz will, muss er sich eben weiter vorn auf den blauen Business-Sitzen platzieren! Noch nichtmal den amerikanischen Luftraum verlassen und schon von nem Deutschen angekackt worden...
So... danach ging dann auch schon das Licht aus und es wurde geschlummert... ein wenig jedenfalls... der Chrissi stand eine Stunde lang hinten bei den Toiletten herum...

Gegen 11 waren wir dann ja auch schoooon in Frankfurt und wurden mit lustigen Winkelementen abgeholt :o)

Der Rest des Tages troepfelte dann irgendwie so vor sich hin... es wurde ein wenig geschlafen und Koffer wieder ausgepackt... joa...

des war's...

Sonntag, 4. September 2011

Hoodoo You Do?

Komischer Titel, gell? Stimmt.

Heute haben wir gut ausgeschlafen unser Hotelfruehstueck eingenommen. Da ja Parent's Day bei der USAF war, und in unserem Academy-Hotel natuerlich viele von ihnen untergebracht waren, wars im Breakfast Area ganz schoen voll. Aber es war alles total lecker und auch der Kaffee schmeckte.

Fuer den Tag gestaerkt, sind wir Richtung Rockies gefahren und sind in Old Colorado City mal kurz ausgestiegen. Das damalige Colorado City war die erste Hauptstadt des Colorado Territory, wurde aber spaeter von Colorado Springs eingemeindet. In Col.City war uebrigens der Ausschank von Alkohol erlaubt, waehrend Springs trocken war. Die Prohibition hatte das Thema dann ohnehin erledigt.


Weiter ging es nach Cripple Creek, einer eigentlich wunderschoen aufgehuebschten Westernstadt, die zur Zeit des Gold Rush seine erste Bluetezeit hatte. Die Zweite ist vor gar nicht so langer Zeit angebrochen, als der Ort fuer sich entschieden hat, das Gluecksspiel im grossen Stil zuzulassen: Nun ist alles voll mit Spielcasinos. War nicht so unser Fall.


Und weil die Zeit draengte, haben wir uns auf den Weg zum Highlight des Tages gemacht: dem Paint Mines Park 30 min oestlich von Col.Springs. Romy fuhr mal wieder. Auch dieser Landschaftspark zeigt einige schoene Beispiele, was Erosion alles zustande bringen kann. Farbenfroh zieht Colorado an unserem letzten vollen Ulraubstag noch einmal alle Register. Man kann von oben hinein schauen und auch zwischen den Felsformationen hindurchspazieren und -klettern. Und das alles auch noch voellig kostenlos. Wenn das nix ist.












Zu Essen gabs im Outback Steakhouse: ein Outback-Burger mit Schweizerkaese und fuer den Kerl ein 10oz-Ribeyesteak, jaaawoll!




Samstag, 3. September 2011

Und schon wieder 3 Dinge aufeinmal...

Aber dazu spaeter mehr...
Fangen wir mal mit der letzten Nacht an:
Die war nicht gut... und es lag nicht uuuuunbedingt am Bier von gestern!
Es war laut, warm und stickig...
Der Kuehlschrank machte Meeri-Geraeuche, so dass wir ihn ausschalten mussten, woraufhin er meinte, sein Eis abtauen zu muessen... und das fiel dann irgendwann laut ab... also Kuehlschrank wieder an und auf kleinster Stufe kuehlen lassen...
Gegen halb 8 sind wir dann mal aufgestanden und als wir um halb 10 alles wieder im Auto hatten, gabs kein Breakfast mehr... so'n Mist! Aber es waer wohl eh nix gutes gewesen...

Also schnell auf die US50 und weiter nach Osten... heute ist das Roemsche auch mal gefahren :o)
Im Walmart haben wir uns seltsame Sandwiches geholt und vom Maecces einen noch schlechteren Kaffee... beides wurde in einer Rest-Area mit wunderschoenem Blick auf den Arkansas-River verspeist... naja, nicht komplett, es war beides so unlecker, dass wir es vorzogen, den Rest zu entsorgen... aber die Scenery war schoen *g*

Naechster Stopp war die Royal Gorge Bridge... 'The world's highest suspension bridge which spans the Arkansas River at a height of 1053 feet.' 
Hmmm... nach unseren ganzen Canyons auch nur ne Schlucht... *g*




Also schnell weiter... war eh windig... nach Colorado Springs... vorgestern hatte der Chrissi ja schon das Super 8 vorgebucht, weil wir ploetzlich mit dem Labor Day Weekend konfrontiert wurden... Im Super 8 angekommen, hatten wir schon ein komisches Gefuehl, als wir es von aussen sahen... Da beim Buchen irgendwie das Haekchen beim Smoking-Room angeklickt wurde, war natuerlich auch nur noch ein Smoking Room uebrig... und das hat uns soooo gestunken, dass wir gleich wieder rueckwaerts raus sind... natuerlich waren alle anderen Non-Smoking-Rooms schon weg, ausser noch einem Double-Bett... aber bei aller Liebe... das ist uns dann doch zu schmal ;o)
Die Fronstdesk-Woman war aber so freundlich, unsere Buchung zu stonieren! Und wir konnten uns woanders was suchen... was gar nicht so einfach war... 
Denn da waren sie, unsere 3 Probleme:
Da neben dem LDW auch noch Balloon-Festival and Parents Day der Air Force Acedmy ist, waren ueberall saemtliche Zimmer schon weg... und die 2 Tanten im Visitor Center hatten auch keinen Bock, uns weiter zu helfen... weshalb wir etwa 2 Stunden rum irrten und irgendwann an einem Quality Inn einfach mal nachfragten... die hatten zwar kein Zimmer mehr fuer uns, aber dafuer haben sie beim Best Western angerufen und uns noch ein Kingsize-Zimmer klargemacht... und hier hat sogar schon mal ein Hund geschlafen :o)
('Do you have Allergies?' - 'Oh yes, we have AAA')
Lieber Hundehaar, als Smokey-Dust...
Zwar funktionierte auch hier das Zimmerschloss nicht so, aber das lag wohl eher daran, dass ich zu schnell war *gg*


Nachdem ganzen Stress gabs dann noch was schoenes beim Applebees

Wer hatte gestern Geburtstag??

Rööööööööömsche :o)
genau...

Waehrend der Kerl grad aufm Kingsize-Bett den Weather-Channel guckt, muss ich ja noch
nach-posten...

Als erstes wurden wir gestern von den lieben Schwiegereltern um weiss nich was geweckt... weit vor 7!! aber sie meinten es doch nur gut und wollten gratulieren :o) 
Zwischen aufstehen und Fruehstuecken sind wir erst noch ein wenig durch Durango gelaufen, nochmal die abfahrende Train gucken und kurz durchs Wohngebiet laufen... war ganz spannend... Genauso spannend wie die Frage, wo Romy ihr Birthday-Breakfast haben moechte...
Auf dem Rueckweg zum Hotel kamen wir am Oscar's vorbei. Auch dort gab es eine Tschu-Tschu-Bahn...

Es gab einen Carbo Rush mit Pancakes und einen French Toast Platter, mit Coffee und O-Juice... und das war ja soooooooooviel besser als bei Dennys :o)
Da sie keine Creditkarten akzeptieren und wir nicht genuegned Bargeld hatten, musste der Chrissi eben noch mal schnell zum ATM Cash holen, ich hab solange artig gewartet... aber das ist eine andere Geschichte ;o)

Dann gings endlich weiter... entlang der US 550, die sind wir zwar schon gestern gefahren, aber das war im Bus und wir haben die meiste Zeit gepennt ;o)
Heute also mit Augen auf... an Silverton vorbei, wo gerade die erste Train der zweiten Platz gemacht hat, kurzes Foto-Paeuschen und weiter gings... ueber weitere Paesse nach Montrose und dort auf die US50East, die etwas unspektakulaer war... sehr trocken und kahl... selbst an See- und Flussufern war nix los...
Am Nachmittag waren wir am Black Canyon of the Gunnison, der heutige Seightseeing-Hoehpunkt! Ein wenig rumgelaufen, Pictures gemacht, ueber die Tiefe gestaunt, fuer kleine suesse Colorado-Streifenhoernchen gebremst und beinahe einen Mountain Lion ueberfahren...



Endziel unserer Etappe war Gunnison... hier war auch nicht viel los und wir hatten etwas Pech mit unserem Super8... der erste Kingsize-Room war dunkel, das Fenster vollgekackt und auch sonst machte das Zimmer keinen guten Eindruck... also Zimmerwechsel... ein Kingsize-Zimmer hatten sie nicht mehr, nur noch Queensize... naja... was soll's, dachten wir und bezogen das naechste Zimmer... nachdem wir alles schoen ordentlich ausgepackt hatten und zum Dinner wollten, merkten wir, dass das Tuerschloss nicht schloss... also wieder vorgelaufen und neues Zimmer bekommen... upstairs... aaaaaaalso erst alles einpacken, hochschleppen und wieder auspacken... gucken, ob auch die Klospuelung funzt, man weiss ja nie... und dann in die Brewery... es gab Burger und Wrap... mit Bierchen dazu... versteht sich wohl von selbst in einer Brewery ;o)

Satt und muede gings dann ins Super8 zurueck...

Donnerstag, 1. September 2011

If you wanna ride the Durango Train...

...you need a lot of Trainfluessigkeit.

Heute sind wir wieder zeitig aus den Federn: Da die Broetchen im Laden nichts waren, sind wir auf ein schnelles Fruehstueck zu Denny's.

Um 9.15 war Abfahrt des Durango Trains nach Silverton. Die vierstuendige Fahrt im offenen Wagen war wunderschoen und das Wetter war gut: sonnig und nicht zu warm.

Die Lok
Unser Waggon (Gondola 20)

Nach dem Start am Bahnhof Durango fuhr der Zug erst einmal mitten durch die Stadt um dann durch diverse Vorstadtbereiche zu kommen. Man schaut den Leuten direkt in die Gaerten. Dabei ist erstaunlich, was dort so alles herumsteht bzw. nicht weggeschmissen oder verschrottet wird.
Eine Menge Groundhogs waren zu sehen, der Schrecken des amerikanischen Golfplatzes. Nach dem Passieren der Klaeranlage und eines Segelflugplatzes gab die Dampflock so richtig Stoff und kaempfte sich unter schwarzen Russwolken entlang des Animas River schlaengelnd die Rockies hinauf.

Dabei wird das Tal immer enger und zur Schlucht. Der Zug klebt quasi am Felsen und man schaut in die Stromschnellen da unten. Auf halber Strecke war die Dampflok uebrigens durstig und musste Wasser nachfassen. Auch eine Wandergruppe wurde zwischendurch abgesetzt.

Waehrend der Fahrt im offenen Coach verfeinstaubt man zwangslaeufig ein wenig - man hat auch staendig Asche in den Augen. Ein Glueck, dass Durango nicht in Deutschland liegt. Sonst haette es schon laengst eine Umweltzone. Die Bahn wuerde sicher keine Plakette kriegen.

Am 2. August gab es uebrigens auf der Strecke einen 30 feet hohen Rockslide, dessen Raeumung mit schwerem Geraet ganze vier Tage benoetigte. Es hat in diesem Jahr schon viel geregnet, da kommt schon mal was ins Rutschen.

Spaeter haben wir an der Bahnstrecke zwei Rehe und sogar einen Grizzly entdeckt!

Ein Problembaer?

"Bahnhof" Silverton
Posing with the girls
Als wir Silverton erreicht hatten, meldete sich der kleine Hunger und verlangte Nach etwas Essbarem. Kein Wunder nach vierstuendigem Stehen trotz Sitzplatz. Nach einem Besuch im Natalia's Restaurant sind wir ein wenig durch die Stadt geschlendert. Nette Westernstadt mit nur 500 Einwohnern und nur die Main Street ist asphaltiert.

Silverton - Main Street
Die ehemals florierende Minenstadt lebt wohl komplett vom Tourismus. Wenn hier nicht zweimal am Tag der Durango Train kommen wuerde, und sie fuer den langen Winter keine Skipiste haetten, waere hier tote Hose. Ach ja: DER Wyatt Earp soll schon mal hier gewesen sein. Aber ist Goethe nicht auch schon ueberall mal durchgeritten?

Der Kutscher kennt den Weg...
Um 3 pm fuhren wir mit dem Bus zurueck nach Durango. Die Fahrt dauerte 1,5 Stunden und war recht kurzweilig, da der Fahrer so einiges ueber alles moegliche mehr oder weniger Wichtige am Wegesrand erzaehlte und Geruechte ueber gute Restaurants und Golfplaetze verbreitete. Nach kurzer Zeit sind wir eingeschlafen...

Zum "Abendbrot" hatte wir heute Gruenzeug von der Salatbar des benachbarten Supermarktes. Und beim Absacker-Oktoberfest-Bierchen im Applebee's haben wir ein nettes Bikerpaerchen aus Austin, Texas kennen gelernt, die schonmal auf einer Hochzeit in (Romy war sicher, er meinte) Bad Duerkheim waren.

Wir haben heute schon fuer die letzten drei Uebernachtungen Zimmer gebucht. Die Angst, nicht mehr unterzukommen, ist nicht unberechtigt, denn am Montag ist in den USA Labour Day, den hier alle fuer ein verlaengertes Urlaubs-Weekend nutzen.
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